Haftpflichtversicherung VergleichEgal ob als Amtsleiter, Polizist, oder Lehrer – die Tätigkeit im Öffentlichen Dienst ist oftmals riskanter als allgemein vermutet. Denn für Schäden, die Staatsbedienstete bei der Ausübung ihres Amtes einem Dritten zufügen, haften sie in der Regel persönlich. Erfahren Sie in diesem Artikel, in welchen Fällen eine Diensthaftpflichtversicherung einspringt und was eine gute Absicherung ausmacht.

 
 
 
 
 
 
 

  • Versicherer im Vergleich
  • Tarifoption
  • Empfehlung StiWa: 5 Mio €Versicherungssumme
  • Experementalunterricht ( Mit radioaktiven Stoffen)
  • Tätigkeit als Kantor/Organist
  • Schäden am Schuleigentum
  • Verlust von Dienstschlüssel
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Für wen kommt eine Diensthaftpflicht in Frage und warum ist diese so wichtig?

Abgeschlossen werden kann die Diensthaftpflichtversicherung von Lehrern, Polizisten, Soldaten, oder Justiz- bzw. Verwaltungsbeamten sowie Angestellte dieser Behörden. Für diesen Personenkreis hat der Gesetzgeber die Haftung in § 839 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) in Verbindung mit Artikel 34 GG geregelt. Je nach Tätigkeit haftet zunächst der Dienstherr. Allerdings können Arbeitgeber oder Dienstherr den

 

Schadenverursacher in fogenden Fällen Regress nehmen:

  • Bei Vorliegen einer mittleren Fahrlässigkeit von Arbeitern und Angestellten des Öffentlichen Dienstes, für die der TVöD gilt.
  • Bei Beamten dann, wenn eine grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

Arbeitgeber oder Dienstherr können in bestimmten Fällen auch dann Regressansprüche geltend machen, wenn ihnen ein Schaden unmittelbar zugefügt wird.
Ursachen für Schadenfälle können vielfältig sein

 

Folgende Beispiele aus der Praxis zeigen, wie viele Risiken mit den unterschiedlichen Dienstbereichen einhergehen können:

  • Verlust des Generalschlüssels
  • Mehrkosten infolge eines Planungsfehlers
  • Schäden an EDV-Anlagen aufgrund einer fehlerhaften Bedienung
  • Unbeabsichtigte Schüsse aus der Dienstpistole
  • Fehlerhafte Ausführung eines Überweisungsauftrags
  • Nichtbeachten von Verwaltungsfristen
  • Fehlerhafte Erfassung von Daten

 

Was viele nicht wissen: Für Schäden aufgrund von Dienstpflichtverletzungen haften nicht nur Beamte, sondern ebenso Angestellte und Arbeiter des Öffentlichen Dienstes. So kann es sein, dass eine Verwaltungsangestelltin eine falsche Entscheidung trifft oder ein Lehrer sich für den Unfall einer Schülerin zu verantworten hat – der hiermit verbundene finanzielle Schaden kann hierbei erheblich ausfallen. Doch nicht nur der Geschädigte selbst, etwa die Schülerin oder ihre Eltern, können die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen anstreben. Denn der Arbeitgeber wird unter Umständen Regressansprüche (Rückgriffsansprüche) anmelden, wenn er selbst durch die Fahrlässigkeit seines Angestellten mit einem Entschädigungsanspruch konfrontiert wird. Hierzu kann es etwa dann kommen, wenn eine Baugenehmigung zu Unrecht verweigert wird oder weil Unterhaltsansprüche falsch berechnet werden.

 

Was leistet die Diensthaftpflichtversicherung?

Eine Diensthaftpflichtversicherung deckt das Haftungsrisiko aus Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, die in Ausübung des Dienstes Dritten zugefügt werden. Im Rahmen der vereinbarten Versicherungssumme sowie Höchstentschädigungsgrenzen sind auch Schäden umfasst, die dem Arbeitgeber oder Dienstherr unmittelbar zugefügt werden. Zunächst prüft der Haftpflichtversicherer, ob die Ansprüche gegen den vermeintlichen Schadenverursacher tatsächlich begründet sind. Ist dies der Fall, so wird die geprüft, ob die geforderte Schadenhöhe realistisch ist. Sollten sich die Ansprüche als rechtlich unbegründet erweisen, werden diese vom Versicherer abgewehrt. Sind sie hingegen rechtlich begründet, werden diese vom Haftpflichtversicherer übernommen.

 

Auf diese Leistungen kommt es an

Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden

Die Diensthaftpflichtversicherung kommt für Schäden an Personen und Sachen auf, die Dritten im Rahmen der Berufsausübung entstehen. Die konkrete Höhe richtet sich hierbei nach der vertraglich vereinbarten Versicherungssumme. Nicht selten handelt es sich bei der Diensthaftpflichtversicherung um eine Zusatzdeckung zur Privathaftpflichtversicherung, wobei sich die Versicherungssumme nicht zwangsläufig an diese orientieren muss. Empfehlenswert ist eine Deckungssumme von mindestens 5 Mio. Euro. Damit sind etwaige Ansprüche im Zusammenhang mit Schadenersatz, lebenslanger Rente, Verdienstausfall sowie Pflege- und Heilkosten umfassend abgesichert.

 

Vermögensschäden

Der Großteil der Schäden, welche im Bereich der öffentlichen Verwaltung verursacht werden, sind keine Personen- oder Sachschäden sondern reine Vermögensschäden. Aus diesem Grund ist ein weitreichender Schutz von Vermögensschäden außerordentlich wichtig. Vor allem Entscheidungsträger wie Amtsleiter oder Richter sollten auf diesen Versicherungsschutz nicht verzichten. Mindestens 250.000 Euro und idealerweise 1 Mio. Euro sollten dem Vertrag als Versicherungssumme für Vermögensschäden zugrunde liegen.

 

Verlust von Dienstschlüsseln

Schlüssel verloren – dies passiert nicht selten und kann zur Folge haben, dass die gesamte Schließanlage der Dienststelle ausgewechselt werden muss. Die Kosten hierfür können dabei schnell sehr hoch ausfallen. Ist der Verlust auf grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen, so müssen Sie selbst dafür aufkommen. Grob fahrlässig handelt etwa derjenige, der den Zentralschlüssel längere Zeit unbeaufsichtigt in der Tür des Klassenzimmers stecken lässt. Eine Diensthaftpflichtversicherung ersetzt den Schaden bis zur vertraglich vereinbarten Obergrenze. Diese sollte nicht weniger als 10.000 Euro bis 25.000 Euro betragen.

 

Experimentalunterricht

Hierbei handelt es sich um einen wichtigen Leistungsbaustein, vor allem für Lehrer. Umfassend mitversichert ist dann die Erteilung von Experimentalunterricht – selbst dann, wenn radioaktive Stoffe im Spiel sind. Platzt etwa während des Chemieunterrichts aufgrund einer kleinen Unaufmerksamkeit der Glasbehälter und trägt ein Schüler durch die verspritzten Chemikalien einen Schaden davon, sieht die Diensthaftpflichtversicherung eine Leistung vor.

 

Tätigkeit als Kantor und/oder Organist

Unverzichtbar für alle, die als Kantor oder Organist tätig sind.

 

Weitere wichtige Merkmale eines Versicherers

Nicht jede Diensthaftpflichtversicherung hält was sie verspricht. So gibt es auf dem Markt zahlreiche Tarife, die sich hinsichtlich Preis und Leistung teils erheblich unterscheiden und nicht immer den individuellen Ansprüchen genügen. Einen umfassenden Überblick verschaffen Sie sich am besten anhand eines Versicherungsvergleichs. Neben den Leistungen sollten Sie hierbei allerdings auch weitere Aspekte nicht unberücksichtigt lassen, wie etwa:

  • Service: Hierbei ist es etwa wichtig, dass bei sämtlichen Fragen zu Vertragsangelegenheiten und Tarifen sowie im Schadenfall zu jeder Zeit ein Ansprechpartner zur Verfügung steht.
  • Erreichbarkeit: Leider muss bei einigen Versicherern das eigene Anliegen lange warten, weil die Kunden zunächst in der Warteschlange landen. Nur eine gute Erreichbarkeit garantiert eine zeitnahe Bearbeitung.
  • Online-Abschluss: Ein Vertragsabschluss über das Internet erspart Zeit und ist komfortabel. Sämtliche Versicherungen sollten sich zu jeder Tageszeit berechnen und abschließen lassen. Im Schadensfall ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben. Stellen Sie sicher, dass Sie leicht einen persönlichen Kontakt herstellen können.
  • Stabilität und Sicherheit: Nur ein solides Versicherungsunternehmen kann in Zukunft wirtschaftlichen Tiefphasen trotzen und sicherstellen, dass die vereinbarten Versicherungsleistungen stets erbracht werden können.

 

Cosmos Direkt hat im Test die Nase vorn

Um einen idealen Versicherungstarif zu ermitteln, haben wir verschiedene Angebote einem Test unterzogen und dabei folgende Merkmale zugrunde gelegt:

  • Pauschale Versicherungssumme für Personenschäden min. 5 Mio. Euro
  • Vermögensschäden bis min. 250.000 Euro abgedeckt
  • Verlust des Dienstschlüssels mitversichert
  • Experimentalunterricht mitversichert
  • Klassenreisen mitversichert
  • Auslandsaufenthalt mitversichert
  • Nachhilfe mitversichert
  • PHV Inklusive

 

Als Testsieger ging hierbei die Cosmos Direkt hervor, die mit ihren Tarifvarianten Basis und Comfort nicht nur die genannten Leistungen umfasst, sondern mit einem jährlichen Beitrag ab 53,59 Euro auch preislich zu überzeugen weiß. Die günstigen Beiträge ergeben sich hierbei aus Kosteneinsparungen, welche aus dem Verzicht auf Makler und Filialen und den geringen Abschluss- und Verwaltungskosten resultieren. Diese Einsparungen werden an die Kunden weitergeben. Zudem weist das Unternehmen dank der Zugehörigkeit zur Generali Versicherungsgruppe eine hohe Sicherheit und Solidität auf.

 

Fazit

Eine Diensthaftpflichtversicherung stellt für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst eine unverzichtbare Absicherung dar, welche im schlimmsten Fall vor dem Ruin bewahrt. Doch keine Diensthaftpflichtversicherung gleicht der anderen. Ein Vergleich der erhältlichen Tarife zeigt, dass teilweise wichtige Leistungen fehlen und andererseits die Preise für einen bestimmten Versicherungsumfang zu hoch ausfallen. Schwerwiegende Deckungslücken sowie hohe Prämien lassen sich lediglich mit einem ausführlichen Versicherungsvergleich vermeiden. Aus diesem Grund sollte dem Abschluss einer Diensthaftpflichtversicherung eine umfassende Gegenüberstellung der einzelnen Angebote vorausgehen.